Anhand der Unterscheidungen Passivität/Aktivität und Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit wird die künstlerische Strategie des Landscaping eingeführt. Drei Begriffe von Landschaft werden ins Spiel gebracht: Auf der einen Seite ist Landschaft eine physikalische-physische Geographie. Eine solche Landschaft ist ein Lebensraum, ein Ökosystem mit den charakteristischen Merkmalen und mit der naturtypischen Dynamik mannigfachen Werdens und Vergehens. Zudem ist Landschaft auch eine anthropologische Tatsache; sei es eine gesellschaftlich geteilte, kulturell geprägte Landschaft oder ein subjektives ästhetisches Ganzes. Zudem kann man bei adaptiver Kontrolle von Landscaping sprechen: Durch Wissenschaft und Technik werden Vorgänge, Handlungen, Entwicklungen engmaschiger Kontrolle unterworfen. Daraus ergeben sich u.a. Landschaften der Architektur, der Maschinen, der digitalen Systeme, etc. Die genannten Theoreme werden anhand von Vassilevas Kunstwerken auf das Konferenzthema bezogen.