„Heimat“ wird in diesem Beitrag dadurch bestimmt, dass wir Geborgenheit mit anderen Menschen teilen, wobei dabei heute im Unterschied zu Zeiten vor ca. hundert Jahren, so zumindest eine in Deutschland durchgeführte Studie, eher das persönliche Agens als nationale Grenzen die ausschlaggebende Rolle spielen. Beide Aspekte von Heimat fließen in das Konzept des „Mehrheimischen“ ein, anhand dessen hier der Frage nachgegangen wird, wie Inklusion und Konfliktoffenheit in Lerngruppen in Bezug auf eine solche Heimat gedacht werden können, deren Mitglieder sich diversen Kulturen zuordnen (lassen), wenn sie also bspw. mehrere Sprachen sprechen. In dem Versuch, eine Antwort auf diese Frage zu geben, wird die Methode der Linguistischen Ethnographie herangezogen.