Eine Fallstudie führt eine kindliche Interpretation der Vulnerabilität des Menschen im Sinne existentieller Bedrohung vor Augen. – Wie steht die gezeigte existentielle Bedrohung zur Pädagogik im Verhältnis? Im Beitrag wird mit einer Vorstellung von Pädagogik operiert, nach der es dieser um Gegenteile von Vulnerabilität, nämlich Resilienz, Disziplin und Kompetenz geht. Argumentiert wird, dass die Vulnerabilität und ihr groβer Bedeutungshof in pädagogischen Situationen zwar stets präsent, aber nicht erstrebenswert ist. Als ein anthropologisches Faktum bestimmt sie explizit oder latent das pädagogische Handeln maßgeblich. In diesem Beitrag wird ausgelotet, inwieweit Pädagogik in der Gewalt an Grenzen stöβt, die ihr der menschliche Körper setzt, und, vor diesem Hintergrund, inwiefern sie zum Umgang mit Vulnerabilität befähigen kann.