Erinnerungsdiskurse sind ein relevantes Thema der kulturwissenschaftlich informierten Landes-kunde, da die Erinnerung an NS-Zeit und Holocaust aktuelle Diskurse prägen. Während es zum einen eine Art Konsens gibt, dass die Erinnerung wichtig ist, wird die Frage, was wie erinnert wird, auch von divergierenden Positionen herausgefordert. In diesem Beitrag soll ausgehend von empirischen Daten aus einem qualitativ-rekonstruktiven Forschungsprojekt der Einsatz des Themas Erinnerungskultur beleuchtet werden. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie DaF-Studierende zu Positionen im Erinnerungsdiskurs Stellung beziehen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Positionierungen auf eine besorgniserregende Abwehr des Erinnerns schließen lassen.